Zur Klassenfahrt zählt im Allgemeinen nicht nur die Durchführung der Schulfahrt. Sie ist vielmehr in drei Zeitabschnitte geteilt, zu denen auch die Vor- und Nachbereitung zählen. Um den Erfolg der Klassenfahrt zu messen, müssen die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Meinung gefragt werden. Je nach Alter gibt es diverse Strategien, um Bilanz zu ziehen – Evaluation und Reflexion in verschiedenen Formen sind der Kern dessen.
Die Bewertung einer Klassenfahrt hat folgenden Sinn:
Zum Teil können die Bewertungen nicht schon wenige Tage nach der Reise abgeschlossen werden, sondern begleiten den Schulalltag noch einige Wochen. Darüber hinaus können Verbesserungsvorschläge schriftlich festgehalten werden und bei der Vorbereitung der nächsten Klassenfahrt herangezogen werden. So lernen Schülerinnen und Schüler, dass ihre Reflexionen sinnvoll sind und Auswirkungen auf die Zukunft haben.
Bei einer Reflexion der Klassenfahrt geht es nicht nur um die Beurteilung der Fahrt an sich und der Mitschülerinnen und Mitschüler, sondern auch um sich selbst. Dementsprechend geht es für die Schülerinnen und Schüler darum, ihre subjektive Meinung in ein möglichst objektives Bild zu rücken. Eine Reflexion sollte mit Hilfe von Aufsätzen mit bestimmten Fragestellungen und Themenschwerpunkten geschrieben werden; die Schüler müssen argumentieren.
Ziel der Feedbackrunde ist die Selbstreflexion und das Üben von Argumentationen. Zudem sollten Handlungspunkte ausgearbeitet werden, welche die Klasse bei der nächsten Schulfahrt umsetzen möchte.
Junge Grundschüler reflektieren eine Klassenfahrt am besten im direkten Gespräch. Für Schulklassen der dritten und vierten Klassenstufe bietet sich auch eine Reflexion in Textform an. Im Deutsch-Unterricht kann ein Aufsatz verfasst werden, der gleichzeitig die Reflexionsfähigkeit des Kindes prüft. Dabei werden Fragen gestellt, die eine offene Antwort zulassen:
Die persönliche Reflexion hilft vor allem älteren Schülerinnen und Schülern, ihre Erlebnisse während der Klassenfahrt bewusst zu verarbeiten. Lehrkräfte können diesen Prozess durch gezielte Fragen unterstützen:
Eine Möglichkeit ist, die Reflexion schriftlich oder in Gesprächen zu gestalten. Wichtige Aspekte sind fachliche Erkenntnisse, soziale Erfahrungen und persönliche Entwicklungen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, ob die Reise ihre Sicht auf ein Thema verändert hat. Die Jugendlichen können unvergessliche Momente benennen und überlegen, warum diese für sie bedeutsam waren. Eine offene Gesprächsatmosphäre erleichtert es, auch Herausforderungen und unerwartete Erfahrungen zu besprechen.
Die Umsetzung von Erfahrungen und Gelerntem hinsichtlich der Kultur des Reiselandes, der Architektur, der Geschichte und ggf. der Naturwissenschaften sowie die Reifung der sozialen und planerischen Komponente des Reisens braucht Zeit. Noch wenig erfahrene „Reise-“Lehrer und -Lehrerinnen staunen oft ob der positiven Langzeitwirkung des Gesamterlebnisses.
Natürlich gehört dann auch die Bewertung der Qualität der Unterkunft und des Verweilortes sowie die Arbeit der Lehrpersonen/der Begleiter*innen und des gemeinschaftlichen Erlebnisses dazu.
Die Klassenfahrt erreicht im besten Fall, dass der Klassenverbund enger zusammenrückt, sich also eine Verbesserung des Klimas in der Klasse zeigt. Ferner entwickelt sich ein Gemeinschaftsgefühl oder die Schulklasse lernt Schülerinnen und Schüler aus den Parallelklassen oder aus anderen Schulen bzw. Schulformen besser kennen. Im Grunde wirkt sie als sozialer Kit und als Katalysator für die Charakterbildung.
Am einfachsten lässt sich eine Klassenfahrt über einen Beurteilungsbogen evaluieren: Hier finden Sie eine Feedback-Vorlage zum Download. Die Schülerinnen und Schüler kreuzen dabei mittels Multiple Choice ihre Antworten an. Schulklassen der Sekundarstufe I und II können alternativ eine Diskussionsrunde in der Klassenleiterstunde führen.
Gern stellen wir ein passendes Angebot für Ihre Klassenfahrt zusammen